Gerade in diesem Jahr setzt ihr ein wichtiges Zeichen für Akzeptanz, für Vielfalt und für unsere Community. Und dafür möchte ich euch von ganzem Herzen danken!
Mit über 200 Demonstrationen im Jahr und mehreren Millionen Teilnehmenden entfalten die CSDs eine enorme gesellschaftliche Wirkung. Und jeder einzelne CSD, jede Pride und jeder Dyke*March trägt dazu bei. Sie stehen für Mut, Sichtbarkeit und gelebte Demokratie. Gerade in diesem Jahr ist das wichtiger denn je. Wir sind eine aktive, solidarische Community – und wir können etwas bewegen. Die Superkraft der queeren Community heißt CSD.
Und diese Superkraft brauchen wir. Die gesellschaftliche Stimmung ist rauer geworden, queerfeindliche Hetzkampagnen sind an der Tagesordnung, Gewalt gegen queere Menschen nimmt zu.
Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Rechte entschlossen verteidigen und weiter ausbauen:
Wir wollen endlich Artikel 3 ergänzen, das Abstammungsrecht reformieren und das Selbstbestimmungsgesetz gegen trans*- und queerfeindliche Angriffe sichern und stärken. Dazu gehört auch, entschieden gegen Diskriminierung wie Deadnaming einzutreten und die Würde und Selbstbestimmung aller Menschen konsequent zu schützen.
Ebenso zentral bleiben die weitere Umsetzung des Aktionsplans „Queer leben“ sowie die verlässliche Finanzierung queerer Projekte und Organisationen.
Ja, oft sind es Abwehrkämpfe, die wir führen müssen. Umso wichtiger ist die tatkräftige und solidarische Unterstützung innerhalb der Community.
Die Stärke unserer Community zeigt sich gerade in ihrer Solidarität: zwischen verschiedenen Gruppen, zwischen großen und kleinen CSDs – und nicht zuletzt im unermüdlichen Engagement derjenigen, die all das möglich machen.
So ein CSD, wie bei euch in Dessau-Roßlau, würde natürlich nicht funktionieren ohne die vielen Ehrenamtlichen und Helfer*innen. Vielen Dank vor allem auch an euch.
Ich wünsche uns allen eine kraftvolle, inspirierende CSD- und Pride-Season 2026.
Der CSD zeigt: Vielfalt ist unsere Stärke. Nutzen wir sie. Und: Lasst uns in diesem Jahr Liebe wählen.
Mit solidarischen Grüßen
Eure Sophie Koch
Queerbeauftragte der Bundesregierung
No responses yet