Eröffnung der Wanderausstellung „Verfolgte – vertriebene – vergessene Frauen“
Beschreibung der Veranstaltung
Eröffnung der Wanderausstellung „Verfolgte – vertriebene – vergessene Frauen“
Bei der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit kommt eine Personengruppe noch immer zu kurz - die Frauen. Sie waren Jüdinnen, Antifaschistinnen oder kamen aus dem 'feindlichen Ausland' - und sie haben Bücher geschrieben oder Kunst geschaffen. Weil diese Frauen und ihre Werke den NS-Machthabern gefährlich erschienen, wurden viele von ihnen ausgegrenzt und durch Berufsverbote in ihrer Arbeit behindert. Auch wurden ihre Bücher aus Bibliotheken, Buchhandlungen und Antiquariaten entfernt und im Mai 1933 öffentlich verbrannt. Ebenso wurden ihre Kunstwerke aus Galerien und Kunstsammlungen entfernt, um ihre Namen aus dem Gedächtnis der Menschen zu löschen. Sie wurden verfolgt, ins Exil vertrieben und teilweise sogar umgebracht ... Erst seit 1967 begann Deutschland endlich, sich an seine verfolgten, vertriebenen und ermordeten Autorinnen und Künstlerinnen zu erinnern. Ein Beitrag dazu ist die im Sommer 2020 der Öffentlichkeit übergebene Wanderausstellung des Dornrosa e.V. 'Verfolgte - vertriebene - vergessene Frauen', die mit Schülern der Saaleschule Halle im Rahmen von 'Demokratie leben' entstanden ist.
Mit Führung am Holocaustgedenktag den 27.1.2026 nach der Gedenkstunde im Plenarsaal im Landtag.
Die Ausstellung wird vom 16. Januar bis zum 6. Februar im Landtag von Sachsen-Anhalt zu sehen sein.